Parkplatzunfall: 3 Fehler, die nach einem Parkrempler teuer werden können

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Parkplatzunfall: 3 Fehler, die nach einem Parkrempler teuer werden können

Parkplatzunfälle gehören zu den häufigsten Schadensereignissen im Straßenverkehr.
Ob beim Ausparken, Rangieren oder beim langsamen Vorbeifahren – oft reicht ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit.

Viele Autofahrer unterschätzen jedoch, dass selbst kleine Anstoßschäden schnell mehrere tausend Euro kosten können. Noch teurer wird es, wenn nach dem Unfall Fehler bei der Abwicklung gemacht werden.

Die folgenden drei Fehler passieren besonders häufig.

1. Nur einen Kostenvoranschlag statt eines Gutachtens erstellen lassen

Unaufmerksamkeit und Ablenkung

Nach einem Parkplatzunfall lassen viele Betroffene zunächst einen Kostenvoranschlag in der Werkstatt erstellen.

Das Problem: Ein Kostenvoranschlag berücksichtigt häufig nicht alle erstattungsfähigen Schadenpositionen.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • merkantile Wertminderung

  • Nutzungsausfallentschädigung

  • mögliche verdeckte Schäden hinter Stoßfänger oder Karosserie

  • Reparaturweg nach Herstellervorgaben

Gerade bei modernen Fahrzeugen mit Sensoren, Kameras und Assistenzsystemen kann ein scheinbar kleiner Schaden deutlich komplexer sein, als er auf den ersten Blick wirkt.

Viele Geschädigte melden den Schaden direkt bei der gegnerischen Versicherung und überlassen dieser die gesamte Abwicklung.

Dabei wird häufig übersehen, dass Versicherungen naturgemäß versuchen, Schäden möglichst wirtschaftlich zu regulieren.

Nach deutschem Schadenersatzrecht haben Geschädigte jedoch unter anderem das Recht auf:

  • einen unabhängigen Gutachter

  • einen eigenen Rechtsanwalt

  • eine freie Wahl der Werkstatt

Wer diese Möglichkeiten nicht kennt, verzichtet unter Umständen auf berechtigte Ansprüche.

3. Den Unfall nicht ausreichend dokumentieren

Gerade auf Parkplätzen kommt es häufig zu unklaren Haftungssituationen.

Typische Szenarien sind:

  • zwei Fahrzeuge fahren gleichzeitig rückwärts

  • ein Fahrzeug fährt aus einer Parklücke

  • ein anderes Fahrzeug fährt durch die Parkgasse

Wenn der Unfallhergang später nicht eindeutig nachvollziehbar ist, kann dies zu einer Mithaftung führen.

Deshalb empfiehlt es sich nach einem Parkplatzunfall:

  • Fotos von beiden Fahrzeugen und der Umgebung zu machen

  • die Stellung der Fahrzeuge zu dokumentieren

  • mögliche Zeugen zu notieren

  • Datum, Uhrzeit und Ort festzuhalten

Eine sorgfältige Dokumentation kann später entscheidend sein.

Bei weiteren rechtlichen Fragen berät Sie auch gerne unsere Partnerkanzlei.

Fazit:

Auch wenn Parkplatzunfälle meist bei niedriger Geschwindigkeit passieren, können sie schnell zu unerwartet hohen Kosten führen.

Wer den Schaden sorgfältig dokumentiert, seine Rechte kennt und eine unabhängige Bewertung einholt, vermeidet häufige Fehler bei der Schadenregulierung.

 

Weitere Informationen zum Ablauf eines Kfz-Gutachtens und zur Schadenabwicklung finden Betroffene unter:

https://gutachter-in-nrw.de/

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